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Naturschutzgebiet Ehrwalder Becken
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TRINKWASSER GÜTESIEGEL
Hervorragende Wasserqualität in der Tiroler Zugspitz Arena

Heiterwang, Biberwier und Lermoos erhielten das


TRINKWASSER GÜTESIEGEL



Um sauberes Trinkwasser auszuzeichnen, hat die Plattform Wasser Tiroler Oberland / Außerfern ein Gütesiegel für sauberes Trinkwasser eingeführt.

Die Gemeinde Heiterwang ist der erste Wasserversorger im Außerfern, der die begehrte Auszeichnung verliehen bekam. Danach ließen auch Biberwier und Lermoos ihre hervorragende Trinkwassequalität testen.



Die Tiroler Zugspitz Arena kann für Bürger und Gäste eine hervorragende Wasserqualität garantieren!

Naturschutzgebiet Ehrwalder Becken

Moore im Allgemeinen und vor allem Hochmoore bzw. Übergangsmoore gehören EU-weit zu den gefährdetsten und streng geschütztesten Lebensräumen. Im Ehrwalder Becken konnte sich nacheiszeitlich trotz wasserdurchlässigem Gestein der Nördlichen Kalkalpen das größte Feuchtwiesen- und Moorgebiet Nordtirols bilden.

Seit Jahrhunderten werden die Feuchtwiesen des Ehrwalder Beckens landwirtschaftlich genutzt. Trotzdem bzw. gerade deshalb konnte sich hier eine einzigartige Flora und Fauna entwickeln. Diese Tatsache führte 1991 zur unter Schutz Stellung eines Teiles des Ehrwalder Beckens (Moos und Altarm Loisach):
 
Lage und Größe
Das Becken ist ca. 29,4 ha groß, liegt auf 963 m und nimmt jenen Teil des Talgrundes ein, der durch die Straßen Ehrwald – Lermoos – Biberwier – Ehrwald abgegrenzt ist. Innerhalb dieses Bereiches liegt das Naturschutzgebiet mit einer Größe von 28,6 ha. Der größte Teil des Schutzgebietes liegt im Süden des Beckens, im Gemeindegebiet von Biberwier (Moos). Zusätzlich gehört ein kleiner Altarm der Loisach (ca. 800m) im Norden des Beckens zum Schutzgebiet.

Landschaftsbild
Besonders die Umgebung prägt das Landschaftsbild des Ehrwalder Beckens. Zugspitze und Ehrwalder Sonnenspitze, wie auch die übrigen umliegenden Berge bieten dem Besucher des Naturschutzgebietes ein wunderschönes Panorama. Das Becken selbst zeigt einen flachen Grund. Nur die Tomahügel (Tummebichel), niedrige Erhebungen in der Landschaft, ragen heraus. Sie stellen Überreste eiszeitlicher Gletschermoränen bzw. juradischer Sedimentablagerungen dar.
Das Naturschutzgebiet zeichnet sich durch eine traditionelle ländliche Struktur aus. Teilweise werden Flächen bewirtschaftet. Andere Flächen stehen brach. Der Wald holt sich mit schnellen Schritten seinen Grund und Boden zurück. Zahlreiche Wasserläufe durchziehen die Landschaft, die alle zum Einzugsgebiet der Loisach gehören.
Auf Wegen kann das Naturschutzgebiet umrundet werden.

Charakteristische Lebensräume
Im Ehrwalder Becken kommen mehrere Lebensraumtypen vor, die in Tirol und z.T. sogar europaweit, nur noch selten vorkommen. Beherbergt werden spezialisierte, oft geschützte Pflanzen und Tiere, die außerhalb dieser Lebensräume keine Überlebenschance haben. EU-weit geschützte Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse sind etwa Hoch- und Niedermoore, wie auch Pfeifengras- und artenreiche Feuchtwiesen.

Besonderheiten der Flora und Fauna
Das Naturschutzgebiet Ehrwalder Becken zeichnet sich durch eine besondere Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt und durch das Vorkommen seltener, von der Ausrottung bedrohter Arten aus.
Der Schutz dieser seltenen und besonderen Flora und Fauna hat deutlich an Bedeutung gewonnen, denn sie gehören zu Lebensräumen, die in ganz Tirol, aber auch europaweit durch Änderungen in der landwirtschaftlichen Nutzung zunehmend verloren gehen. Die Flora und Fauna des Ehrwalder Beckens hat sich unter dem Einfluss spezifischer standörtlicher Bedingungen und der extensiven Nutzung entwickelt und kann nur erhalten bleiben, wenn diese Bedingungen weiter gegeben sind.
Typische Pflanzenarten des Übergangsmoores sind etwa Torfmoose, Gemeine Moosbeere, Scheidiges Wollgras, Rosmarinheide , Rundblättriger Sonnentau. Im Gegensatz dazu findet man im Bereich der Niedermoore viele verschiedene Orchideen.
Auch kreucht und fleucht es im Naturschutzgebiet. Vor allem Schmetterlinge (126 Arten nachgewiesen) gelten als gute Indikatoren für gute Lebensbedingungen in einem Gebiet, in dem auch viele andere Insekten einen geeigneten Lebensraum finden. Diese wiederum bilden die Nahrungsquelle für Vögel. 51 Vogelarten sind im Naturschutzgebiet nachgewiesen, 41 Arten davon als Brutvögel.